Beitragvon Valee » 03.10.2026, 20:04
Hallo Leser:innen
die Wegzugssteuer ist ein Thema, das mir gerade auch durch den Kopf geht, denn ich führe hier selbst einen kleinen Betrieb für Gebäudetechnik. Was viele nicht wissen: die greift nicht erst ab irgendeiner Millionengrenze, sondern schon bei GmbH-Anteilen, die mancher Handwerker ganz unbemerkt angehäuft hat. Ein Bekannter von mir wollte Richtung Portugal, hat sich dann von einem Steuerberater die Zahlen hinlegen lassen und war blaß im Gesicht danach.
Das Ärgerliche daran ist, daß man jahrzehntelang brav gezahlt hat und dann beim Abschied nochmal zur Kasse gebeten wird, als wäre man ein Schuldner. Ich kann diesen Frust sehr gut verstehen.
Was mich aber trotzdem nachdenklich macht: viele, die ich kenne, die wirklich gegangen sind, sagen im Nachhinein, daß das steuerliche Thema gar nicht das Schwierigste war. Das kommt dann erst, wenn man merkt, wie komplett anders sich ein Betrieb im Ausland aufbaut. Keine gewachsenen Kontakte, kein Netz, kein "ruf mal den Klaus an, der kennt das". Das dauert Jahre. Wer den Schritt trotzdem macht, braucht wirklich gute Nerven ...
Euer Leo