Auswandern in 2026

Ehe, Eltern, Alleinerziehend, Kinder und Baby

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DeDebest
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Re: Auswandern in 2026

Beitragvon DeDebest » 04.07.2026, 10:13

Höre mir doch auf Yps :shock: wir leben auch in Spanien und sind 2 x die Woche zum Spanisch Kurs. Abends mit der Frau auf spanisch sogar schon kommuniziert und am nächsten Morgen war wieder fast alles weg. Du musst es sprechen, Radio hören und spanisches TV schauen, sonst wird das alles nichts.
Praticar Practicar und nochmal Practicar. Unsere Kids waren auf einer spanischen Schule, jetzt studieren sie in Alicante. Spitze hier, null gefährlich, Preise noch zivil. Bestest Beispiel. In DE kostet der Liter Diesel wieder über 2 Euro. Hier sind es 1,43 Euro. Merkt man auch im Supermarkt.
Kinder sprechen nun spanisch, Oxford Englisch und deutsch fließend. Das ist schon Klasse, weil so kommt man gut durch die Welt.

brisantus
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Beitragvon brisantus » 04.07.2026, 10:34

Ich hab damals auch mit Volkshochschule angefangen — hat nichts gebracht, bis ich aufgehört hab, die Sprache zu "lernen", und einfach angefangen hab, auf dem Markt, in der Bar, mit den Nachbarn zu reden. Drei Monate und du klingst anders als nach drei Jahren Kurs.

Jür-gen
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Beitragvon Jür-gen » 01.10.2026, 15:34

Guten Morgen. Ich hab zehn Jahre in Brasilien gelebt, also aus Spanien-Erfahrung kann ich nicht direkt sprechen, aber einen Punkt möchte ich trotzdem einwerfen: Gerade mit Kindern im Schulalter läuft die sprachliche Eingliederung oft erstaunlich schnell, schneller als bei den Erwachsenen. Meine Tochter war nach einem halben Jahr flüssiger als ich nach zwei Jahren. Was bei uns den Unterschied gemacht hat, war weniger der Unterricht als der Alltag: Nachbarskinder, Sportverein, einfach raus. Der Rest kommt von selbst.

fidertanz
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Beitragvon fidertanz » 03.10.2026, 09:59

Der Punkt mit Kindern und Sportverein stimmt genau das hat meine Schwester auch erlebt, als sie mit ihrer Familie nach Südtirol gezogen ist, also nicht mal Sprachgrenze, und trotzdem hat der Jüngste den lokalen Dialekt schneller drauf gehabt als sie ihren neuen Kollegen.

Valee
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Beitragvon Valee » 03.10.2026, 20:04

Hallo Leser:innen

die Wegzugssteuer ist ein Thema, das mir gerade auch durch den Kopf geht, denn ich führe hier selbst einen kleinen Betrieb für Gebäudetechnik. Was viele nicht wissen: die greift nicht erst ab irgendeiner Millionengrenze, sondern schon bei GmbH-Anteilen, die mancher Handwerker ganz unbemerkt angehäuft hat. Ein Bekannter von mir wollte Richtung Portugal, hat sich dann von einem Steuerberater die Zahlen hinlegen lassen und war blaß im Gesicht danach.

Das Ärgerliche daran ist, daß man jahrzehntelang brav gezahlt hat und dann beim Abschied nochmal zur Kasse gebeten wird, als wäre man ein Schuldner. Ich kann diesen Frust sehr gut verstehen.

Was mich aber trotzdem nachdenklich macht: viele, die ich kenne, die wirklich gegangen sind, sagen im Nachhinein, daß das steuerliche Thema gar nicht das Schwierigste war. Das kommt dann erst, wenn man merkt, wie komplett anders sich ein Betrieb im Ausland aufbaut. Keine gewachsenen Kontakte, kein Netz, kein "ruf mal den Klaus an, der kennt das". Das dauert Jahre. Wer den Schritt trotzdem macht, braucht wirklich gute Nerven ...

Euer Leo

atiaro
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Beitragvon atiaro » 04.10.2026, 10:39

Die Wegzugssteuer fällt schon ab einem GmbH-Anteil von einem Prozent, wenn der Gesamtwert über 500.000 Euro liegt. Wer nicht aufgepasst hat, wie viel sein Betrieb inzwischen wert ist, erlebt da eine unangenehme Überraschung.

Anvisova
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Beitragvon Anvisova » 05.10.2026, 10:56

Eine Bekannte von mir hat vor ein paar Jahren ebenfalls überlegt wegzugehen, und genau diesen Steuer-Aspekt hat ihr damals niemand auf dem Schirm gehabt. Sie hatte ihren kleinen Anteil an einer GmbH schon so lange, dass sie gar nicht mehr daran gedacht hat – und dann kam der Steuerberater mit einer Zahl, bei der ihr die Luft weggeblieben ist. Am Ende ist sie geblieben, nicht weil sie wollte, sondern weil das Timing einfach nicht gestimmt hat.

Was ich seitdem mitgenommen habe: wer irgendwann mal aussteigen will, sollte das nicht erst dann durchrechnen lassen, wenn es konkret wird, sondern deutlich früher. Das klingt banal, aber ich glaub, die meisten denken dabei zuerst ans Haus und an die Sprache, und nicht an so etwas ...


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