Hund pinkelt in der Wohnung

Erziehung, pflanzliche Hilfe bei Erkrankungen und Beschäftigung

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Tim+Struppi
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon Tim+Struppi » 20.07.2026, 18:58

DANKE für den Hinweis auf Mascosana @OMBRE
So habe ich meinen endlich 100pro stubenrein.
Jetzt muss ich ihn nur noch dazu bringen, meine
Schuhe in Ruh zu lassen :o

MeganHax
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon MeganHax » 21.07.2026, 15:59

Kappes hat geschrieben:Flieger: Thema verfehlt! Da musst du in den Bereich Sport, das passt hier nicht her! Idefix: Wir hatten es auch erst nach Kastration im Griff. Ich würde immer zur Kastration raten, wenn man nicht gerade Züchter ist, da Hunde danach viel folgsamer sind und einfacher zu händeln.

Was ich mich noch frage: hat jemand getestet, ob es einen Unterschied macht, wenn man die gereinigte Stelle danach mit etwas Eigengenutztem abdeckt, das nach dem Hund selbst riecht, also zum Beispiel eine alte Decke vom Schlafplatz? Ich geh davon aus, dass es dem Tier dann klarer signalisiert, dass das "sein" Platz ist, nicht der Markierbereich.

AlbertEINSTEIN
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon AlbertEINSTEIN » 22.07.2026, 10:42

Den Tipp mit dem Futter an der Stelle finde ich eigentlich ganz schlau, aber ich würde noch einen Schritt weiter denken: Unser Hund hat damals nicht nur aufgehört, an einer bestimmten Stelle zu machen, als wir dort seinen Schlafplatz hingestellt haben. Das hat nämlich noch einen zweiten Effekt gehabt. Er hat angefangen, die ganze Wohnung anders zu lesen. Fressen und Schlafen an einem Ort verändert, wie der Hund sein Revier wahrnimmt. Plötzlich war das nicht mehr eine anonyme Ecke, sondern sein Bereich, und den beschmutzt kein Hund freiwillig.

Was ich bei der Eingangsfrage aber noch nicht gelesen habe: das Pinkeln nach dem Spaziergang klingt für mich eher nach Aufregung als nach echtem Markieren. Unser Rüde hatte eine Phase, wo er nach dem Heimkommen einfach so überstimuliert war, dass er sich kaum halten konnte. Wir haben dann angefangen, nach dem Reinkommen kurz ruhig zu bleiben, keine große Begrüßung, keine sofortige Aufmerksamkeit, einfach still ablegen, ausziehen, und ihm ein paar Minuten geben, bis er sich beruhigt hatte. Das allein hat schon einen Unterschied gemacht, bevor wir überhaupt ans Reinigen oder Umstrukturieren gedacht haben.

jimknopf
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon jimknopf » 25.07.2026, 14:55

Wir haben damals die Schlafdecke vom Hund auf die gereinigte Stelle gelegt, und das hat tatsächlich was verändert. Mein Schwager hat das andersrum probiert: Fressnapf hin, Decke weg. Beides hat geholfen, aber die Kombination aus eigenem Geruch und Schlafplatz hat schneller gewirkt als der Napf allein. Vielleicht weil der Hund den Ort dann wirklich als seinen begreift, nicht nur als Futterstelle.

biogurke
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon biogurke » 28.07.2026, 15:09

Ombre hat geschrieben:Hinter diesem Phänomen verbirgt sich oft ein „Verhaltensproblem“. Aber auch medizinische Ursachen können Gründe dafür sein. Jeder Hund lernt früher oder später stubenrein zu werden. Ein Welpe kann erst mit circa vier Monaten seine Blase richtig kontrollieren. Bei manchen kann das auch mal länger dauern. Wenn ein Hund nach dem Gassi gehen plötzlich in die Wohnung pinkelt, hat dieses Verhalten auf jeden Fall eine Ursache. Er gibt damit ein Signal, dass etwas nicht in Ordnung ist. Allerdings muss hier zwischen bereits stubenreinen, älteren Hunden und Welpen unterschieden werden. Lies Dich bei https://mascosana.com ein, da hat es etwas hervorragendes gegen Urin vom eigenen Hund in der Wohnung. Steht zwar für Welpen, ist aber auch für grosse Hunde hervorragend geeignet. Wir haben deren 2, oft markieren sie, nicht nur draussen. Allerdings verschmutzen Hunde ihr Zuhause nicht ohne Grund.Plötzliche Unsauberkeit kann auf Gesundheitsprobleme wie eine Blasenentzündung hindeuten.Körperlich gesunde Hunde können auch vor Aufregung, Stress oder Unsicherheit in die Wohnung pinkeln. Wichtig ist auch, ihn dafür draußen mehr zu loben. So weiß er, dass draußen „machen“ gut ist. Sollte man seinen Wel…

Hallochen! Was mich bei dem ganzen Hin und Her gerade beschäftigt: die Frage, was der Hund eigentlich mit dem Pinkeln sagt. Bei unserem war das damals nämlich so ein schleichender Prozess. Erst dachte ich, er wird einfach nicht konsequent genug belohnt draußen, hab alles mögliche ausprobiert, Reiniger, andere Gassi-Zeiten, mehr Lob. Und dann hat sich rausgestellt, dass er seit Wochen an einer Pfote was hatte, das ihn gepiesackt hat, und diese innere Unruhe hat sich eben irgendwo entladen.

Ich sag das, weil ich im ganzen Thread noch keinen Beitrag gelesen hab, der danach fragt: zeigt der Hund sonst irgendwas? Frisst er komisch, liegt er mehr rum als üblich, leckt er irgendwo? Bei uns war das Pinkeln gar kein Benehmensproblem, das war ein Symptom von etwas anderem. Das hat mich echt was gelehrt, seitdem guck ich bei ihm erstmal insgesamt hin, bevor ich anfange, Verhalten umzuerziehen.

CoraundNikki
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon CoraundNikki » 28.07.2026, 21:38

bienemaya hat geschrieben:Ich habe ein großes Problem. Unser 1,5 Jahre alter Mischling pinkelt seit ca 2 Monaten ständig in die Wohnung, obwohl das er sehr viel rauskommt. Wir haben dann mit ihm geschimpft und ihm die Stelle gezeigt, aber gebracht hat es nicht wirklich etwas.Mittlerweile ist es einfach nur noch nervend weil er immer wieder neue Stellen sucht wo er hinmacht.Wir haben wirklich schon viel versucht es ihm abzugewöhnen. Kommen aber einfach nicht weiter Ab und zu denke ich wirklich es ist eine Trotzreaktion. Wir waren vor 4 Wochen mit ihm beim Arzt (er ist nicht kastriert) und dieser meinte es könne stark ausgeprägtes Revierverhalten sein. Daraufhin hat er eine Spritze bekommen die den Hormonhaushalt senkt. In den ersten Tagen hatten wir auch wirklich das Gefühl es würde helfen, aber nun ist wieder alles beim alten! So langsam sind wir am Verzweifeln, da die Teppiche langsam hinüber sind und ganz abgesehen von dem Geruch . Wer hat auch so Probleme damit gehabt und eine Lösung dafür gefunden?

hm, der Gedanke mit dem Gesundheitszustand am Ende gefällt uns, aber wir würden noch einen anderen Winkel dazu öffnen: unser Hund hat eine Weile lang genau so ein Verhalten gezeigt, und wir haben irgendwann gemerkt, dass er nach jedem Pinkeln in der Wohnung kurz zu uns geschaut hat. Also nicht heimlich, sondern fast demonstrativ. Das klang damals verrückt, aber unser Eindruck war, dass er damit schlicht Aufmerksamkeit geholt hat, weil Schimpfen für ihn immer noch Reaktion war. Als wir angefangen haben, das Ganze wirklich zu ignorieren (Stelle reinigen, kein Theater), und dafür draußen übertrieben zu loben, hat sich das Gleichgewicht verschoben. Dauert, aber es hat was gebracht!

Ellyimglueck
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon Ellyimglueck » 29.07.2026, 10:12

friko hat geschrieben:Da schließe ich mich doch mal direkt an. Unser Balu pinkelt ab und zu nachts in die Wohnung. Nicht regelmäßig, aber es wird in letzter Zeit öfters. Er ist 2 Jahre alt, kastriert und eigentlich stubenrein. Abends gehe ich mit ihm natürlich noch raus, Das letzte mal so um 21.00 Uhr und dann gleich wieder um 6.00 Uhr, wenn wir aufstehen. Gestern habe ich ihn sogar noch um 23.00 Uhr in den Garten gelassen und heute Früh fand ich dann eine Pfütze vor der Terrassentür und außerdem hat er auf die Treppenstufen im Gang gepinkelt. Organisch ist mit der Blase alles in Ordnung, das haben wir schon untersuchen lassen. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll.

Was ich hier noch nicht gelesen habe: unser Labrador hat eine Phase gehabt, wo er nachts gepinkelt hat, und es hat sich rausgestellt, dass er einfach zu viel Wasser am Abend getrunken hat. Wir haben seinen Napf nach dem Abendgassi deutlich früher weggestellt, und das hat tatsächlich schon viel verändert. Klingt fast zu simpel, aber manchmal steckt genau das dahinter.

sany84mh
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon sany84mh » 29.07.2026, 20:14

fiona hat geschrieben:Hallo ihr lieben,meine Hündin wird demnächst kastriert, ich bin am überlegen meinem 6 Jahre alten Rüden auch direkt mit zu kastrieren lassen . Jedoch ist er seit sie zu uns gekommen ist immer komischer zu uns, zu meinem Freund besonders. Er ist extrem schreckhaft, kuschelt nicht mehr mit mir. Dann haben wir das Problem, wenn wir vom spazieren gehen kommen 20 min später pinkelt er im Flur. Ich habe Angst das er danach sich noch mehr verändert oder noch schlimmer alles wird. Die Kleine und der grosse verstehen sich seit Tag 1 wie ein Herz und eine Seele, es ist auch nichts besonderes passiert.Vielleicht kann mir jemand Rat geben?Habe mir das Micpip Mascosana mal angeschaut, damit wir wenigstens das pinkeln in der Wohnung nicht mehr haben. Jetzt steht da für Welpen, meint ihr bei meinem Rüden bringt das auch was?

Kastrieren löst Verhaltensprobleme selten so direkt, wie man sich das erhofft. Das Pinkeln kann hormonell mitbedingt sein, muss es aber nicht, und wenn der Rüde sowieso schon verängstigt ist, kann der Eingriff die Unsicherheit auch noch verstärken. Mich würde interessieren, seit wann genau das Pinkeln aufgetaucht ist, schon mit der neuen Hündin zusammen oder erst später?

atschi
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon atschi » 01.08.2026, 15:13

Protestpinkeln kenn ich, aber ich hab auch erlebt, dass ein Hund einfach schlechter wird in der Blasenkontrolle, wenn er unter chronischem Stress steht. Meiner hat in der Eingewöhnungsphase auch öfter rein gemacht, und der Cortisolspiegel war das Problem, nicht der böse Wille.

flieger
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Re: Hund pinkelt in der Wohnung

Beitragvon flieger » 05.08.2026, 15:05

Liebe Forengemeinde, der Punkt mit dem Cortisolspiegel und der inneren Unruhe hat mich gerade wirklich angehalten, weil ich das aus einer ganz anderen Richtung kenne.

Wir haben keinen Hund, aber ich weiß, wie sich anhaltender innerer Druck auf das Körperliche durchschlägt, und zwar auf eine Art, die man am Anfang nicht einordnen kann. Als mein Blutdruck damals in die Höhe gegangen ist und ich Schwindel bekommen habe, dachte ich erst, das sei ein reines Herz-Kreislauf-Problem, das man mit einer Tabelle und einem Bewegungsplan in den Griff kriegt. Mein Betriebsarzt hat mich dann ziemlich direkt gefragt, was ich gerade beruflich durchmache, und ich weiß noch, wie ich gedacht habe: was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ziemlich viel, wie sich herausgestellt hat. Der Körper trägt Stress mit, auch wenn man selbst überzeugt ist, alles gut im Griff zu haben.

Dass ein Tier das genauso macht, leuchtet mir ehrlich gesagt sofort ein. Ich finde es bemerkenswert, dass in diesem Thread mehrere Leute genau darauf kommen — nicht auf das Verhalten an sich, sondern auf das, was dahinter liegen könnte. Den neuen Labrador im Haushalt, veränderte Gerüche, eine verschobene Rangordnung, fünf Stunden allein. Das ist für ein Tier schon einiges auf einmal.


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