Abhaken oder Kämpfen?

quälend, mit Panik oder dadurch Depression?

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FreddyFrikadelli
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Re: Abhaken oder Kämpfen?

Beitragvon FreddyFrikadelli » 18.07.2026, 20:43

Nachhaltig hat geschrieben:Rigoletto, das hatte ich geschrieben: 11 und 15 sind meine Kinder.Fidertanz: Ich wollte kämpfen, aber der Schmerz was sie gemacht hat sitzt zu tief. Je mehr ich das realisiere, umso wütender und verletzter fühle ich mich. Ich denke an nichts anderes. Selbst wenn sie wieder zurück käme, könnte ich das weder verdrängen noch vergessen. Sie meldet sich öfter, inzwischen auch nicht nur wegen den Kindern, aber das fremdgehen poppt immer wieder auf. Ich schaue was die Zeit jetzt bringt. Es scheint besser zu werden, Tag für Tag. An manchen Anruf von ihr gehe ich gar nicht mehr dran. Es wird mir immer mehr bewusst dass ich das nicht den Rest meines Lebens als stillen begleiter haben will. Deshalb reift in mir mehr die Entscheidung, es zunächst allein zu versuchen. Ich sehe meine Sonnenscheine regelmässig. Demnächst lasse ich sie von meiner Schwester abholen, um die Zusammenkünfte mit der Ex auf ein Minimum zu reduzieren. Es klingt Paradox aber mit jedem Tag mehr geht es mir besser. Viele Grüße und dickes Dankeschön bis hierher für eure Antworten

Er schreibt, er lässt die Kinder von der Schwester holen, damit er die Ex seltener sieht. Das ist kein Grübeln mehr, das ist eine handwerkliche Entscheidung. Wer noch mittendrin steckt, denkt nicht so. Der denkt: wie krieg ich möglichst viel Kontakt hin, weil Kontakt sich nach Nähe anfühlt, auch wenn er wehtut.

Ich kenn das Stadium, wo man anfängt, die Logistik umzubauen statt die eigenen Gefühle zu analysieren. Da bin ich ganz ehrlich: ab dem Punkt läuft das meistens von selber.

NAMIKA
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Re: Abhaken oder Kämpfen?

Beitragvon NAMIKA » 20.07.2026, 11:54

Schön, wenn der Kopf wieder die Oberhand gewinnt!!!

Marengo
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Beitragvon Marengo » 20.07.2026, 13:41

Darf ich kurz nachfragen: Wie lange ist das schon her, dass du das so klar formulieren kannst?

Ich frage, weil ich diesen Abstand zwischen "ich stecke mittendrin" und "der Kopf hat wieder das Ruder" lange Zeit nicht richtig einschätzen konnte. Bei mir hat es gut ein Jahr gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass sich irgendetwas verschoben hat. Und selbst dann hätte ich es nicht so nüchtern benennen können.

Der Schritt, das laut auszusprechen, ist manchmal unterschätzt. Nicht als Selbstlob, sondern als Orientierung. Man merkt dadurch überhaupt erst, wo man gerade steht.

Step by step.

Jür-gen
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Re: Abhaken oder Kämpfen?

Beitragvon Jür-gen » 31.08.2026, 21:34

Nachhaltig hat geschrieben:Am 17.06. hatte ich mich zu guten Ratschlägen gemeldet, aber sorry, eure Psycho Antworten jetzt zuletzt haben mir - ohne undankbar sein zu wollen - nicht besonders viel gegeben. Da war es zu Beginn des Threads besser. Ich komme langsam wieder bei, alles i.O. Weder muss ich auf die Couch, noch müsst ihr das thematisch so auseinander nehmen. Alles gut.

Schön zu hören, dass es dir wieder besser geht. Nur eine Kleinigkeit: ein Jahr brauchen, um den Abstand zu spüren, ist bei manchen so, bei anderen geht es schneller und bei wieder anderen dauert es länger. Das ist sehr individuell, und ich wäre vorsichtig, daraus eine Art Richtwert zu machen.

queenie
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Beitragvon queenie » 01.09.2026, 10:35

Das mit den Kindern ist für mich auch der Punkt, wo sich alles entscheidet. Ich hab selbst erlebt, was es mit einem macht, wenn man als Kind spürt, dass das Fundament wackelt – und dieser Schatten bleibt. Deshalb finde ich es richtig, jetzt klare Konsequenzen zu ziehen, so weh das auch tut.

Torjäger
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Re: Abhaken oder Kämpfen?

Beitragvon Torjäger » 01.09.2026, 21:14

Wie lange war das schon im Gange, bevor du's rausgefunden hast?

CarlosDreal
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Re: Abhaken oder Kämpfen?

Beitragvon CarlosDreal » 02.09.2026, 09:51

Mein Bruder hat nach 12 Jahren Ehe einen ähnlichen Schlag kassiert, auch so ein Urlaubs-Ding. Er hat monatelang alles versucht, Gespräche, Paartherapie, sogar ein Wochenende zu zweit organisiert. Am Ende hat er mir gesagt, das Schlimmste war nicht der Betrug selbst, sondern dass er irgendwann gemerkt hat, dass er sich selbst verbiegt, um jemanden zu halten, der innerlich schon weg war.

Ich will dir damit nichts einreden. Aber diese Frage, ob sie wirklich noch da ist oder ob du gegen eine Entscheidung ankämpfst, die schon längst gefallen ist, die würde ich mir ehrlich stellen. Manchmal ist Kämpfen das Richtige, manchmal hält man damit nur sich selbst fest.


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